Dienstag, 10. August 2010

das jahr 2012

hier ein paar, wie ich finde, inspirierende worte zum mythos 2012



von Frank Duske



Das sogenannte End-Datum des Maya-Kalender liegt für viele von uns noch in ihrer Lebenszeit. Von dieser greifbaren Nähe scheint eine enorme Faszination auszugehen, aber auch eine unbestimmte Bedrohung.



Wird davon gesprochen, daß der Maya-Kalender im Jahr 2012 "endet", ist damit die große Zählung der Maya, der long count gemeint, der 3113 v.Chr. begann und nach etwa 5125 Jahren oder 13 Baktuns am 21.12.2012 endet.

Doch auch über diesen Umstand hinaus, geben sich im Jahre 2012 eine ganze Reihe weiterer bemerkenswerter Ereignisse die Klinke in die Hand. Zwei Sonnenfinsternisse werden sich ereignen, und wir können eine einzigartige Abfolge astronomischer Konstellationen am Sternenhimmel beobachten, die sich seit Tausenden von Jahren langsam abzeichnen. So werden sich beispielsweise eine Reihe von Planeten auf einer Linie mit dem Zentrum der Milchstrasse befinden, unter anderem unsere Sonne und die Venus. Verbunden damit sind mehrere Venus-Transite, das heißt von der Erde aus gesehen schiebt sich die Venus für kurze Zeit direkt vor die Sonne. Zur Wintersonnenwende 2012 steht die Sonne präzise auf einer Linie mit dem Äquator unserer Galaxie, der Milchstrasse - erstmals wieder seit 13.000 Jahren.



Was geht mich das alles an? Das sind doch vollkommen absurde Informationen, die nichts mit meinem Leben zu tun haben!



Die meisten Menschen verkennen die vollkommen absurde Lage, in der wir selbst alle stecken:
während wir unsere Lebensversicherungs-Police unterschreiben, befinden wir uns auf einer Kugel mit einer relativ dünnen Rinde aus Gestein, in deren Eingeweiden Feuer brennt und die sich mit etwa 1600 Stundenkilometer in östlicher Richtung um ihre eigene, leicht geneigte Achse dreht, während sie gleichzeitig mit 100.000 Stundenkilometern einen 150.000.000 Kilometer von ihr entfernten gewaltigen Ball aus loderndem Wasserstoff umkreist. Das sind umgerechnet etwa 30 Kilometer pro Sekunde, was so schnell ist, dass es wahrscheinlich unser Vorstellungsvermögen übersteigt, und bedeutet, dass wir im kommenden Jahr etwa 946 Millionen Kilometer reisen werden. Jetzt kannst du wieder ausatmen.



Auch ein noch längerer Zyklus der Maya-Kosmologie, die 26.000 Jahre andauernde Umdrehung unseres Sonnensystems um die Sternengruppe der Pleyaden, endet zur Wintersonnenwende 2012.

Die Tibeter, die Alten Ägypter, Cherokee- und Hopi-Indianer beziehen sich in ihren mystischen Glaubenssystemen und Zeitrechnungen genau wie die Maya auf einen solchen 26.000 Jahre Zyklus. Es ist nicht auszuschließen, dass die gesamte Schöpfungsgeschichte der Maya durch diese in großen Zyklen immer wiederkehrende Konjunktion zu verstehen ist, ebenso die uns bevorstehenden Veränderungen.
Nach den Mythen der Alten Kulturen wurde diese seltene Ausrichtung der Himmelskörper auch mit dem Beginn des Goldenen Zeitalters verbunden. Im mayanischen Konzept von Zyklen und Zeitübergängen bedeutet dieses Ende gleichzeitig einen Neuanfang. Tatsächlich wurde dieser Übergang von den Alten Maya als das Entstehen eines neuen Weltzeitalters angesehen. Am Ende jedes Zeitalters steht eine Neugeburt. Wie sollte es anders sein. Der Ort, an dem die Sonne der Milchstrasse begegnet, befindet sich in der sogenannten "Dunklen Spalte" der Milchstrasse, die durch interstellare Staubwolken gebildet wird. (...) Zur Dämmerung der Wintersonnenwende 2012 wird sich die Sonne direkt in dieser dunklen Spalte befinden und zwar so platziert, dass die Milchstrasse den Horizont an allen Punkten umfasst. Dadurch "sitzt" die Milchstrasse auf der Sonne, berührt sie an allen Punkten ringsum. Die galaktische und die solare Ebene befinden sich in konjunktion.

All diese Übereinstimmungen lassen es offenkundig erscheinen, dass die Alten Maya von der Konjunktion wussten und sie für einen wichtigen Übergangspunkt hielten, den Übergang in ein neues Weltzeitalter. In mythologischer Sprache bedeutet das Ereignis (...) die Geburt des "Ersten Vaters" (die Sonne der Wintersonnenwende) durch die "Kosmische Mutter" (die dunkle Spalte in der Milchstrasse).
Das Verständnis der Maya-Kosmologie kann uns auch helfen, unsere eigene Welt besser zu verstehen. Hat diese Konjunktion Einfluss auf unser Leben?
Der Mythos der Maya erinnert uns jedenfalls daran, dass unser aller Ursprung die Mutter ist. Auch für unsere Zivilisation bedeutet die Wintersonnenwende ein wichtiges Ereignis. Sie markiert den kürzesten Tag des Jahres und den Beginn von längerem Tageslicht, die Rückkehr der lebensspendenden Sonne und Wärme des Sommers. (...)

In Kreisen spirituell aktiver Menschen wird behauptet, das Ende des long count markiere den kollektiven Aufstieg der Menschheit, insbesondere jedoch den der Erde in die "5. Dimension", einer Ebene des Christusbewußtseins. Dies erfordere eine deutlich Schwingungsfrequenzerhöhung der Erde sowie von uns Menschen und - damit zusammenhängend - auch eine Ausrichtung auf die Galaxie und die galaktischen Energien. Ferner soll damit der Beginn eines neuen Weltzeitalters verbunden sein, das in unserer Pop-Kultur oft beschworene "Age of Aquarius", oft aber auch einfach das "Goldene Zeitalter" genannt.

Inwieweit das im Einzelnen eintreffen wird, werden wir noch beobachten können. Bis dahin ist es eine wunderschöne Vorstellung, dass der 21. Dezember 2012 der astronomischen und bewusstseinsmäßigen Synchronisation mit der Galaxie, insbesondere mit dem galaktischen Zentrum, sein könnte.

Während wir uns dieser Schaltstelle namens 2012 nähern, berichten immer mehr Menschen von einem veränderten Zeitempfinden, geradeso als ob die Zeit schneller vergehen, dichter gedrängt ablaufen würde. Hierbei kann es sich einerseits um eine wachsende Hyper-Wahrnehmung handeln. Andererseits werden diese Erfahrungen unabhängig voneinander von spirituell aktiven wie passiven Menschen gemacht.
Das Denkmodell der vierdimensionalen Zeit bietet eine Erklärung für dieses Phänomen. In der Zeit sind die einzelnen "Teile" fraktal miteinander verwoben. Das Große steckt im Kleinen und umgekehrt. (...)
Im Jahr 2012 enden ein 400-jähriger, ein 5200-jähriger und ein 26000-jähriger Zyklus. Wobei am Ende eines Zyklus, ob groß oder klein, immer eine Beschleunigung stattfindet. Die jeweiligen Essenzen der einzelnen Zeiträume werden sozusagen gleichzeitig in die Endphase "eingespielt". Kein Wunder also, dass unser subjektives Zeitempfinden davon betroffen ist - schließlich sind wir als Teil des Ganzen automatisch mit der Zeit vernetzt.

mehr von Frank Duske unter http://www.howtoplaymaya.com/

Kommentare: